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Gelungenes Debüt trotz 14:62-Niederlage

Volksfeststimmung beim AFL-Debüt der Steelsharks Traun – 2000 Besucher unterstützten die Hausherren zum Auftakt gegen Meister Swarco Raiders lautstark. Dass die Tiroler am Ende als klarer 62:14-Sieger vom Platz gingen, störte kaum jemand. „Es war ein richtig geiles Spiel“, meinte etwa Runningback Felix Stadler. Auch Headcoach Keith Sealund lobte den „Kampf bis zum Schluss“ seiner Jungs, wusste aber auch: „Wir haben noch viel zu lernen, wollen jedes Spiel besser werden, das ist unser Ziel.“

Meister startete standesgemäß

Die Tiroler begannen wie aus der Pistole geschossen. Sandro Platzgummer sorgte nach 82 Sekunden für den ersten Touchdown. Aber schon in der nächsten Aktion stand die HAKA Arena erstmals Kopf. Der Extrapunkt-Versuch wurde geblockt, die Brust der Trauner breiter. Das 0:6 wurde bis zum Ende des ersten Viertels gehalten. Im zweiten Abschnitt schaltete der Meister einen Gang höher, die Brüder Sandro und Adrian Platzgummer mit zwei Touchdowns und Kicker Fabian Abfalter stellten den 41:0-Pausenstand her.

Traun aus dem Häuschen

In der zweiten Halbzeit, exakt nach 31:03 Minuten, schlug dann die große Stunde der Trauner. Quarterback Jürgen Punzenberger kam mit Hilfe seiner Offense in die Endzone und markierte den ersten AFL-Touchdown der Steelsharks. „Ein unglaubliches Gefühl“, jubelte er nach Spielende. Weil die Raiders nur einen Touchdown durch Sean Shelton schafften, endete das dritte Viertel sensationell 7:7. Die „Stahlhaie“ verkürzten durch ihren besten Mann, Felix Stadler, dann sogar auf 14:48. Spätestens da war das Trauner Stadion endgültig aus dem Häuschen. „Die Fans waren fantastisch“, lobte auch Coach Sealund den Anhang. In der Schlussphase zeigte Tirol nochmals seine Klasse, Aaron Schernig fing einen 75-Yard-Pass in der Endzone, Tobias Bonatti besorgte den letzten Touchdown des Abends.

Ein Abend, der zwar den Klassenunterschied zwischen dem Aufsteiger und der Nummer zwei Europas deutlich machte, aber der Traun Mut für die weitere Saison machen sollte.